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Henrik Olesen

„Anthologie de l’amour sublime“

Bei XENOPOLIS zeigt Henrik Olesen zwei aktuelle Arbeiten. In „Anthologie de l’amour sublime“ (2003) setzt sich Olesen mit den Collagen des Surrealisten Max Ernst auseinander, in die er mittels weiterer Montagen und Collagen verfremdend eingreift und dadurch unsichtbare Strukturen hegemonialer Sexualitätspolitiken sichtbar macht. In die großbürgerlichen Interieurs der Ernst’schen Bildromane La femme des 100 têtes (1929) und Une semaine de bonté (1934) schreibt Olesen schwule Körper und sadomasochistische Szenarien ein und verweist damit auf die allgegenwärtige Verdrängung von Homosexualität unter gleichzeitiger Beschwörung heterosexueller Familienstrukturen als gemeinschaftserhaltendem Prinzip.

Eine neue Arbeit von Henrik Olesen „dokumentiert“ in zwei Tischvitrinen die Stigmatisierung, Verdrängung und Kriminalisierung von Homosexuellen in München.