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Oliver Ressler

„Dienstleistung: Fluchthilfe“

Während in den 70er und 80er Jahren „Fluchthilfe“ über die innerdeutsche Grenze noch als ehrenwert und legitim betrachtet wurde, weist heute schon allein die veränderte Wortwahl des „Schleppens“ und „Schleusens“ auf die Illegalität eines derartigen Grenzübertritts hin. Bei „Dienstleistung: Fluchthilfe“, einem Gemeinschaftsprojekt der beiden Wiener Künstler Oliver Ressler und Martin Krenn, überkreuzen sich politische Aktionen, taktische Medienkritik und künstlerische Intervention. Dabei geht es neben der Kritik an den restriktiven Einwanderungsbedingungen der EU implizit auch um meinungs- und bewusstseinsbildende bis -manipulierende Darstellungstechniken öffentlicher Diskurse, die trotz multimedialer Informationsflut gewisse Nachrichten zurückhalten und unabhängige, alternative Medieninitiativen als Alternative notwendig machen.

Das in vier Abschnitte gegliederte Video „Dienstleistung: Fluchthilfe“ behandelt anhand von Gesprächen, die in Deutschland und Österreich mit politisch engagierten Migrant/innen und Vertreter/innen linker Gruppierungen geführt wurden, das komplexe und politisch hochaktuelle Themenfeld von Migration und Flucht, von europäischer Abschottungslogik und einer von wirtschaftlichen Nützlichkeitserwägungen und rassistischen Klischees geprägten Selektionsrationalität.